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Engerlinge im Hochbeet loswerden und vermeiden

Engerlinge im Hochbeet bekämpfen

Nicht gern gesehen sind die Larven einiger Käferarten wie Maikäfer, Junikäfer oder Gartenlaubkäfer. Vor allem in Hochbeeten können sie zum Problem werden: Sie befallen die Wurzeln der Pflanzen und können ganze Kulturen zerstören. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Engerlinge im Hochbeet nicht nur loswerden, sondern es kann auch ein Befall auf lange Sicht verhindert werden.

Aus der Hortica Mediathek

Engerlinge erkennen und unterscheiden

Engerling ist nicht gleich Engerling. Neben dem Aussehen kann man das Fluchtverhalten der Larven gut erkennen, wenn man sie auf eine ebene Fläche legt.

Maikäfer- und Junikäferlarven flüchten in Seiten- oder Bauchlage. Sie sind vorne und hinten gleich dick. Rosenkäfer hingegen drehen sich auf den Rücken und kriechen dann wie eine Raupe. Sie sind hinten deutlich dicker als vorne.

Kompost sieben
Rosenkäferlarven beim Sieben des Kompostes entdeckt

Tipp:

Wenn Sie einen Engerling im Komposthaufen finden, handelt es sich um den Rosenengerling. Er ist ein nützlicher Schädling zur Auflockerung des Komposts. Die Larven der Maikäfer und der Junikäfer besiedeln die Komposthaufen dagegen nicht.

So erkennen Sie Engerlinge im Hochbeet

Anzeichen an den Pflanzen: Verwelkte oder geschwächte Pflanzen können auf einen Engerlings Befall hindeuten, besonders wenn sie trotz ausreichender Wasserversorgung auftreten.
Umgraben des Bodens: Beim Umgraben des Beetes stößt man oft direkt auf die ca. 2-5 cm großen Larven.

Engerlinge im Hochbeet loswerden

Nachfolgend haben wir Ihnen zwei Methoden zusammengestellt, die Sie nach der Bestimmung tun können, sodass Sie die Engerlinge im Hochbeet loswerden können.

Hinweis:

Larven des Rosenkäfers oder Nashornkäfers sollten Sie unbedingt in Ruhe lassen oder in einen wenig genutzten Teil Ihres Gartens umsiedeln, da diese unter Naturschutz stehen.

Erde umgraben, sieben oder schwemmen und absammeln

Es stehen Ihnen hier drei Methoden zur Verfügung: Das Schwemmen, das Umgraben oder das Sieben. Alle drei laufen darauf hinaus, dass Sie die hervorkommenden Engerlinge einsammeln. Dies ist zwar mühsam, aber sehr effektiv. Die gesammelten Engerlinge können Sie den Vögeln als Futter anbieten oder an einer anderen Stelle im Garten wieder aussetzen.

Engerlinge im Hochbeet

Tipp:

Achten Sie beim Schwemmen darauf, das sich keine Staunässe bilden, da dies für viele Pflanzen schädlich ist.

Nützlinge einsetzen

Bei den Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora handelt es sich um winzige Fadenwürmer, die gezielt Engerlinge parasitieren und abtöten. Diese Nützlinge sind im Fachhandel erhältlich und lassen sich einfach mit dem Gießwasser ausbringen. Vor allem im Frühjahr und im Herbst, wenn der Boden feucht ist und die Temperaturen mild sind, sind die Nematoden sehr wirksam.

Engerlingen vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu der Bekämpfung von Engerlingen kommen muss, können Sie vorab auch schon auf einige Dinge achten, um ihnen vorzubeugen.

Boden regelmäßig kontrollieren und umgraben

Engerlinge mögen keine lockere Erde, da sie sich hier nicht richtig entwickeln können. Graben Sie Ihren Boden also regelmäßig, vor allem zur Zeit der Eiablage, um. Außerdem lohnt es sich, beim jährlichen Austausch oder Auffüllen des Hochbeetes, die Erde auf Larven zu prüfen.

Natürliche Fressfeinde unterstützen

Durch einen naturnahen Garten können natürliche Feinde der Engerlinge wie Vögel, Igel oder Maulwürfe gefördert werden. Ideal dafür sind beispielsweise Vogeltränken, Totholzecken und Gewächse die die Tiere als Nahrung bevorzugen.

Dunkler Garten

Wunderbare Effekte in der Dunkelheit lassen sich mit etwas Licht im Garten erzielen, zum Beispiel mit Solarlampen. Lichtquellen sind aber auch eine Attraktion für Käfer, die ihre Eier in der Nähe von diesen ablegen. Verzichten Sie deshalb auf diese Effekte und halten Sie den Garten im Mai und Juni, also zur Eiablagezeit, dunkel.

Mischkulturen in Ihrem Hochbeet

Eine abschreckende Wirkung auf viele Schädlinge haben Pflanzen wie Ringelblumen, Tagetes und Knoblauch. Pflanzen wie z. B. Geranien oder Rittersporn in Ihrem Beet enthalten in ihren Wurzeln ein tödliches Gift, das von den Engerlingen aufgenommen wird, wenn sie diese fressen. Um Ihr Hochbeet zu schützen, setzen Sie diese Pflanzen einfach zwischen die Anderen.

Knoblauch im Hochbeet pflanzen
Knoblauch pflanzen

Hinweis:

Der Einsatz von Chemikalien im Garten sollte immer gut überlegt sein und als letztes Mittel eingesetzt werden, um Schädlinge zu bekämpfen.

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