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Lebensmittelmaden in einem Glas; Küchenzeile

Maden an der Decke der Küche: wichtige Sofort-Maßnahmen

Der Schrecken ist groß, wenn Maden in den eigenen vier Wänden, vor allem in der Küche, gesichtet wird. Wenn es sich nur um eine einzige handelt, ist alles in Ordnung, aber leider sind es in der Regel noch ein paar mehr. Doch woher kommen sie? Und vor allem: Wie kann man sie wieder loswerden?

Maden & Motten in der Küche loswerden

Zunächst einmal: Lebensmittelmotten sind keine Folge mangelnder Hygiene. In den meisten Fällen werden sie mit dem Kauf von Lebensmitteln eingeschleppt. Dort vermehren sie sich lange verborgen, bis sie zufällig entdeckt werden oder ihre Spuren nicht mehr zu übersehen bleiben.

Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)
Dörrobstmotte (Plodia interpunctella)

Kontrolle der Lebensmittelvorräte

Lebensmittelmotten ernähren sich von unseren Lebensmitteln und sind daher mittendrin zu finden. Sie haben eine Vorliebe für trockene Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen.

Dazu zählen vor allem:

  • Mehl, Reis und stärkehaltige Produkte
  • ganze und gemahlene Nüsse
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürze
  • Schokolade, Kekse, Müsli
  • Tierfutter

Überprüfen Sie also besonders diese Lebensmittel indem Sie:

  • alle Lebensmittel gründlich untersuchen
  • oft sind Gespinste zu sehen
  • je nach Befallsstadium auch weiße Maden und Falter
  • Schränke ausräumen und in allen Ecken schauen

Hinweis:

Motten und ihre Nachkommen fressen sich auch durch dünne Plastikverpackungen oder Kartons. Kontrollieren Sie daher unbedingt auch ungeöffnete Lebensmittel.

Maden und Motten auf Wanderschaft

Weiße Maden bleiben nicht für immer in ihrer Nahrungsquelle in der Küche. Viele verlassen ihr Schlaraffenland und begeben sich auf Wanderschaft. Vor allem die Zimmerdecke ist ein beliebtes Ausflugsziel. Aber auch aus dem Küchenschrank finden Falter den Weg und flattern umher oder werden an den Wänden gesichtet.

  • jeden Winkel der Küche untersuchen (Wände, Decken und Schränke)
  • Funde mit einem Tuch absammeln und vernichten
Made der Mehlmotte (Ephestia kuehniella)

Vernichtung der befallenen Lebensmittel

Auch wenn es schwerfällt: Befallene Lebensmittel sollten sofort entsorgt werden. Sie enthalten noch Eier, aus denen neue Motten schlüpfen können.

Tipp:

Um die Schädlinge zu vernichten, schwören manche darauf, die befallenen Lebensmittel vor der Entsorgung noch einen Tag einzufrieren. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass sich die Motten nicht wieder in Ihrer Küche einnisten, gerade wenn die nächste Müllabfuhr noch ein paar Tage auf sich warten lässt.

Gründliche Reinigung

Nach der Entdeckung und Beseitigung der Mottenquartiere sollte die Küche gründlich gereinigt werden.

Essigreiniger Schränke und Oberflächen gründlich abwischen; Lebensmittelbehälter mit Essig reinigen oder in die Spülmaschine geben
Hitze schwer zugängliche Stellen mit Föhn auf höchster Stufe erwärmen, ruhig ein paar Sekunden drauf halten
StaubsaugerSchränke sowie die komplette Küche und Decke einmal komplett absaugen; Staubsaugerbeutel sofort leeren

Hinweis:

Motteneier verstecken sich in den kleinsten Ritzen. Auch Steckdosen, Bohrlöcher usw. dürfen nicht übersehen werden.

Einsatz von Schlupfwespen

Mit der Schlupfwespe steht uns eine wirksame biologische Bekämpfungsmaßnahme zur Verfügung, wenn der Mottenbefall sehr stark ist. Keine Sorge: Schlupfwespen sind nicht mit den uns bekannten Wespen vergleichbar.

Dabei handelt es sich um:

  • speziell für die Bekämpfung von Motten gezüchtet
  • Nützlinge sind nur ca. 0,3 mm groß
  • kommen in jede Ritze
  • für Menschen und Haustiere völlig ungefährlich
  • fliegen nicht, sondern „laufen“ umher
  • stechen nicht

Sobald die Schlupfwespen ihre Nahrungsquelle vollständig gefunden und verzehrt haben, sterben sie ab. Sie zerfallen zu feinem Staub und hinterlassen keine weiteren Spuren.

Hinweis:

Schlupfwespen können bei verschiedenen Anbietern in einer Art Abonnement bezogen werden. Dabei erhalten Sie über einen bestimmten Zeitraum die gewünschte Menge per Post.

Vorbeugende Maßnahmen

Auf die geliebte Schokolade oder das Mehl für den nächsten Kuchen muss man natürlich nicht verzichten. Aber es gibt einige Möglichkeiten, einem Befall vorzubeugen.

  • Inhalt geöffneter Verpackungen in verschließbare Gläser oder ähnliches umfüllen
  • Klebetafeln von Zeit zu Zeit ausbringen
  • Vorräte regelmäßig überprüfen, um einen Befall rechtzeitig zu erkennen

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